Techniker mit Arbeitshandschuhen untersucht freigelegtes Untergrundrohr bei Kanalinspektion mit Inspektionsleuchte.

Wie bereitet man sich auf eine Rohrsanierung vor?

/ Anna Gerlach

Auf eine Rohrsanierung bereitet man sich am besten vor, indem man zunächst den Zustand der Leitung professionell untersuchen lässt, dann die passende Sanierungsmethode auswählt und anschließend alle organisatorischen Schritte vor Baubeginn klärt. Die Vorbereitung ist entscheidend dafür, ob die Sanierung reibungslos verläuft und das Ergebnis langfristig hält. In diesem Artikel beantworte ich die wichtigsten Fragen rund um den Ablauf einer Rohrsanierung.

Wann ist eine Rohrsanierung überhaupt notwendig?

Eine Rohrsanierung ist notwendig, wenn Rohre oder Abwasserleitungen strukturelle Schäden aufweisen, dauerhaft verstopft sind oder undicht werden. Typische Auslöser sind Risse, Rohrbrüche, Wurzeleinwuchs, Korrosion oder Ablagerungen, die sich durch Reinigung allein nicht mehr beheben lassen. Je früher ein Schaden erkannt wird, desto günstiger und weniger aufwendig ist die Reparatur.

Viele Schäden an Abwasserrohren entstehen schleichend. Zunächst zeigen sich kleine Anzeichen wie langsam ablaufendes Wasser, unangenehme Gerüche aus dem Abfluss oder feuchte Stellen im Keller. Werden diese Warnsignale ignoriert, können aus kleinen Rissen größere Rohrbrüche werden, die im schlimmsten Fall das umliegende Erdreich unterspülen.

Besonders bei älteren Gebäuden mit Steinzeug- oder Betonleitungen lohnt sich eine regelmäßige Überprüfung. Auch nach starken Frostperioden, nach Baumfällarbeiten in der Nähe der Leitungen oder bei auffällig häufigen Verstopfungen im Rohr solltest du den Zustand deiner Rohre professionell einschätzen lassen.

Welche Voruntersuchungen sind vor einer Rohrsanierung erforderlich?

Vor einer Rohrsanierung ist eine Rohrkamerainspektion die wichtigste Voruntersuchung. Dabei wird eine Kamera durch das Rohr geführt, um Lage, Art und Ausmaß des Schadens genau zu dokumentieren. Ergänzend dazu empfiehlt sich eine Hochdruckreinigung des Rohrs, damit die Kamera ein klares Bild liefert und vorhandene Ablagerungen den Befund nicht verfälschen.

Rohrkamerainspektion

Die Kamerabefahrung zeigt exakt, wo ein Riss, ein Rohrbruch oder ein Wurzeleinwuchs vorliegt. Das Ergebnis wird als Video dokumentiert und bildet die Grundlage für die Wahl der richtigen Sanierungsmethode. Ohne diese Untersuchung ist es kaum möglich, eine fundierte Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen.

Hochdruckreinigung als Vorbereitung

Bevor die Kamera eingesetzt wird oder eine Sanierung beginnt, sollte das Rohr durch eine Hochdruckreinigung von Ablagerungen, Fettschichten und losen Materialien befreit werden. Das verbessert nicht nur die Sichtbarkeit bei der Kamerainspektion, sondern ist auch Voraussetzung dafür, dass Inliner und andere Sanierungsmaterialien korrekt haften und abdichten können.

Welche Sanierungsmethoden kommen je nach Schadenstyp infrage?

Die Wahl der Sanierungsmethode hängt vom Schadenstyp, der Rohrlänge und dem Zustand der Leitung ab. Für flächige Schäden über größere Strecken eignet sich die Inliner-Rohrsanierung, bei der ein Schlauch in das Rohr eingezogen und ausgehärtet wird. Bei lokal begrenzten Schäden ist eine partielle Rohrsanierung die wirtschaftlichere Lösung.

Inliner Rohrsanierung

Bei der grabenlosen Rohrsanierung mit Inliner wird ein mit Kunstharz getränkter Schlauch in das beschädigte Rohr eingebracht und dort ausgehärtet. Das Ergebnis ist ein neues Rohr im alten Rohr, das dicht, stabil und langlebig ist. Diese Methode eignet sich besonders für längere Rohrabschnitte und erspart das aufwendige Aufgraben der Leitung. Die Inliner Rohrsanierung Kosten pro Meter variieren je nach Rohrdurchmesser, Leitungslänge und Zugänglichkeit, sind aber in der Regel deutlich günstiger als eine offene Baumaßnahme.

Partielle Rohrsanierung

Wenn der Schaden auf einen kurzen Abschnitt begrenzt ist, lässt sich das Rohr punktuell reparieren. Bei der partiellen Rohrsanierung wird nur der betroffene Bereich mit einem sogenannten Kurzliner oder einer Injektion abgedichtet. Das spart Zeit und Kosten, weil nicht die gesamte Leitung behandelt werden muss. Diese Methode eignet sich gut für einzelne Risse, undichte Muffen oder lokale Rohrbrüche.

Was muss vor Beginn der Sanierungsarbeiten organisiert werden?

Vor dem Start der Rohrsanierung müssen Zugang zur Leitung, Genehmigungen, Informationen an Mitbewohner oder Mieter sowie die Sperrung betroffener Abflüsse geregelt sein. Wer diese Punkte frühzeitig klärt, vermeidet Verzögerungen und sorgt dafür, dass die Arbeiten zügig abgeschlossen werden können.

Konkret solltest du folgende Punkte vor Baubeginn abarbeiten:

  • Zugang sicherstellen: Schächte, Revisionsöffnungen und Zugangspunkte müssen frei zugänglich sein.
  • Mitbewohner oder Mieter informieren: Während der Sanierung können Toiletten und Abflüsse vorübergehend nicht genutzt werden.
  • Behördliche Genehmigungen prüfen: Bei öffentlichen Leitungen oder Arbeiten im Straßenbereich können Genehmigungen erforderlich sein.
  • Rohrreinigung vorab klären: Ist die Leitung noch nicht gereinigt worden, muss das vor der Sanierung eingeplant werden.
  • Dokumentation bereithalten: Bestandspläne der Leitungen erleichtern die Arbeit des Sanierungsunternehmens erheblich.

Besonders bei Mehrfamilienhäusern oder gewerblichen Objekten ist eine frühzeitige Kommunikation mit allen Betroffenen wichtig, um Unmut zu vermeiden und den Zeitplan einhalten zu können.

Wie lange dauert eine Rohrsanierung und womit muss man rechnen?

Eine grabenlose Rohrsanierung dauert je nach Methode und Leitungslänge in der Regel zwischen wenigen Stunden und einem Arbeitstag. Eine partielle Rohrsanierung an einem einzelnen Schadensbereich kann oft innerhalb von zwei bis vier Stunden abgeschlossen werden, während eine Inliner-Sanierung über mehrere Meter etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Im Vergleich zur offenen Bauweise ist der Zeitvorteil erheblich: Kein Aufgraben, keine Wiederherstellung des Erdreichs oder des Belags. Das Abwasserrohr sanieren ohne Aufgraben bedeutet für dich als Eigentümer weniger Lärm, weniger Schmutz und eine deutlich kürzere Nutzungsunterbrechung.

Was die Rohrsanierung Inliner Kosten betrifft, solltest du wissen, dass diese stark vom Rohrdurchmesser, der Länge des zu sanierenden Abschnitts und der Zugänglichkeit abhängen. Ein verbindliches Angebot setzt immer eine vorherige Kamerainspektion voraus. Pauschalpreise ohne Befundgrundlage sind mit Vorsicht zu genießen.

Wie Bodenbender dich bei der Rohrsanierung unterstützt

Wir bei Bodenbender sind seit mehr als 50 Jahren im Bereich der Kanalinstandhaltung tätig und verstehen, worauf es bei einer professionellen, grabenlosen Rohrsanierung ankommt. Als Systemanbieter entwickeln und liefern wir zertifizierte Lösungen, die Fachbetrieben die Umsetzung von Sanierungsprojekten jeder Größenordnung ermöglichen.

Unser Leistungsspektrum umfasst unter anderem:

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  • Produkte für die partielle Rohrsanierung mit dem PL®-PointLiner
  • Den Airbagliner® für anspruchsvolle Sanierungsaufgaben
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