Die Sanierung eines Abwasserrohrs dauert je nach Verfahren und Schadensumfang zwischen wenigen Stunden und ein bis zwei Arbeitstagen. Bei der grabenlosen Rohrsanierung mit einem Inliner-Verfahren ist ein einzelner Abschnitt oft innerhalb eines einzigen Tages wieder betriebsbereit. Wie lange es in deinem konkreten Fall dauert, hängt von mehreren Faktoren ab, die du im Folgenden im Detail nachlesen kannst.
Welche Faktoren beeinflussen die Dauer einer Rohrsanierung?
Die Dauer einer Rohrsanierung hängt vor allem von der Länge und dem Durchmesser des betroffenen Rohrabschnitts, der Art des Schadens sowie dem gewählten Sanierungsverfahren ab. Zusätzlich spielen die Zugänglichkeit der Rohrleitung und notwendige Vorarbeiten wie Rohrreinigung oder Kamerainspektion eine entscheidende Rolle.
Konkret beeinflussen folgende Punkte den Zeitaufwand:
- Schadensumfang: Ein einzelner Riss oder Rohrbruch ist schneller behoben als ein über viele Meter beschädigtes Abwasserrohr.
- Rohrdurchmesser: Größere Querschnitte erfordern mehr Material und längere Aushärtezeiten beim Inliner-Verfahren.
- Vorarbeiten: Eine Hochdruckreinigung des Rohrs und eine Rohrkamera-Untersuchung sind in der Regel notwendig, bevor die eigentliche Sanierung beginnen kann.
- Zugänglichkeit: Ob Revisionsöffnungen vorhanden sind oder erst geschaffen werden müssen, wirkt sich direkt auf die Gesamtdauer aus.
- Aushärtezeit: Manche Inliner-Verfahren nutzen UV-Licht oder Dampf zur Aushärtung, was die Wartezeit erheblich verkürzt.
Wer also wissen möchte, wie lange die Sanierung seines Abwasserrohrs dauert, sollte zunächst eine professionelle Kamerainspektion durchführen lassen. Erst danach lässt sich eine verlässliche Zeitschätzung machen.
Wie lange dauert die grabenlose Rohrsanierung im Vergleich zur offenen Bauweise?
Die grabenlose Rohrsanierung ist deutlich schneller als die offene Bauweise. Während das Aufgraben einer Rohrleitung oft mehrere Tage bis Wochen in Anspruch nimmt, ist ein sanierter Abschnitt bei der grabenlosen Methode in der Regel innerhalb eines einzigen Arbeitstages wieder nutzbar. Das macht die grabenlose Variante für viele Situationen zur klar überlegenen Wahl.
Bei der offenen Bauweise müssen Straßenbelag, Gehwege oder Gartenböden aufgebrochen, das beschädigte Rohr freigelegt, ausgetauscht und anschließend alles wieder verfüllt und versiegelt werden. Dieser Prozess zieht nicht nur die eigentliche Reparatur in die Länge, sondern verursacht auch erhebliche Folgearbeiten. Genehmigungen, Verkehrsabsicherungen und Wiederherstellungsarbeiten kommen hinzu.
Beim grabenlosen Inliner-Verfahren hingegen wird das beschädigte Rohr von innen heraus saniert. Ein mit Kunstharz getränkter Schlauch wird in das bestehende Rohr eingebracht und dort ausgehärtet. Das Ergebnis ist ein neues Rohr im alten Rohr, ohne dass auch nur ein Spatenstich nötig ist. Der Zeitvorteil ist damit nicht nur komfortabel, sondern auch wirtschaftlich relevant.
Wie lange dauert eine partielle Sanierung oder Punktsanierung?
Eine partielle Rohrsanierung, auch Punktsanierung genannt, dauert in der Regel zwischen zwei und sechs Stunden. Sie ist das schnellste Verfahren, wenn ein lokal begrenzter Schaden wie ein einzelner Riss, ein Rohrbruch oder eine undichte Verbindung vorliegt. Nach Abschluss der Arbeiten ist das Rohr meist noch am selben Tag wieder einsatzbereit.
Bei der Punktsanierung wird gezielt nur der schadhafte Bereich behandelt. Ein kurzer Liner-Abschnitt, der sogenannte PointLiner, wird exakt an der Schadensstelle positioniert und ausgehärtet. Das setzt eine präzise Voruntersuchung mit der Rohrkamera voraus, damit die Schadenslokalisation stimmt.
Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn:
- der Schaden klar lokalisiert und auf einen kurzen Abschnitt begrenzt ist
- das restliche Rohr in einem guten Zustand ist
- eine schnelle und kosteneffiziente Lösung gefragt ist
- eine aufwendige Vollsanierung nicht verhältnismäßig wäre
Die partielle Sanierung ist damit eine der zeitsparendsten Möglichkeiten, um ein Abwasserrohr punktuell zu reparieren, ohne aufzugraben.
Wie lange dauert eine Langstreckensanierung mit Inliner-Verfahren?
Eine Langstreckensanierung mit dem Inliner-Verfahren dauert je nach Rohrlänge und Durchmesser zwischen einem halben und zwei Arbeitstagen. Bei Abschnitten von bis zu 100 Metern Länge ist die Rohrsanierung mit Inliner häufig innerhalb eines einzigen Tages abgeschlossen, einschließlich Vorbereitung und Aushärtung.
Der Ablauf einer Langstreckensanierung gliedert sich grob in diese Schritte:
- Rohrreinigung: Die Leitung wird per Hochdruckreinigung von Ablagerungen und Verstopfungen befreit.
- Kamerainspektion: Eine Rohrkamera dokumentiert den Zustand und die genaue Lage aller Schäden.
- Einzug des Inliners: Der mit Kunstharz getränkte Schlauch wird in das Rohr eingezogen oder eingeblasen.
- Aushärtung: Je nach System erfolgt die Aushärtung durch UV-Licht, Dampf oder Umgebungstemperatur.
- Abschlusskontrolle: Eine erneute Kamerafahrt bestätigt das Ergebnis und die Dichtheit des neuen Innenrohrs.
Die Aushärtezeit ist dabei oft der zeitbestimmende Faktor. UV-gestützte Systeme härten in wenigen Minuten pro Meter aus und sind deshalb besonders schnell. Dampfgehärtete Systeme brauchen etwas länger, liefern aber ebenfalls zuverlässige Ergebnisse. Die Inliner-Rohrsanierung bietet damit eine effiziente Alternative für längere Schadstrecken, bei der Kosten und Zeit im Vergleich zur offenen Bauweise deutlich günstiger ausfallen.
Wie lange ist das Abwasserrohr während der Sanierung außer Betrieb?
Bei der grabenlosen Rohrsanierung ist das Abwasserrohr in der Regel nur für wenige Stunden außer Betrieb, typischerweise zwischen zwei und acht Stunden. In den meisten Fällen kann die Leitung noch am selben Tag wieder genutzt werden. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber der offenen Bauweise, bei der die Außerbetriebnahme mehrere Tage dauern kann.
Wie lange genau die Unterbrechung dauert, hängt vom Verfahren und der Aushärtemethode ab. UV-gehärtete Inliner sind besonders schnell und erlauben eine Wiederinbetriebnahme oft schon zwei bis drei Stunden nach dem Einzug. Bei kalt aushärtenden Systemen kann die Wartezeit etwas länger sein.
Für Privathaushalte bedeutet das in der Praxis: Toilette, Waschbecken und Küche sind nur für einen begrenzten Zeitraum nicht nutzbar. Wer die Sanierung gut plant und morgens beginnt, hat das Rohr meist noch am Abend desselben Tages wieder in Betrieb.
Wann sollte man ein Abwasserrohr sanieren lassen, bevor es zu spät ist?
Ein Abwasserrohr sollte saniert werden, sobald erste Anzeichen von Schäden auftreten, also bevor ein kleines Problem zu einem großen Rohrbruch oder einer Umweltverschmutzung wird. Typische Warnsignale sind wiederkehrende Verstopfungen, Feuchtigkeitsflecken, Senkungen im Boden oder unangenehme Gerüche aus dem Abfluss.
Besonders ratsam ist eine Inspektion in diesen Situationen:
- Das Haus ist älter als 30 bis 40 Jahre und die Rohre wurden noch nie überprüft
- Es gibt häufige Verstopfungen im Rohr, die sich trotz Rohrreinigung immer wieder bilden
- Nach starken Regenfällen kommt es zu Rückstau
- Im Garten zeigen sich feuchte Stellen oder ungewöhnliches Pflanzenwachstum
- Ein Rohrbruch oder Riss wurde bei einer Kamerauntersuchung bereits festgestellt
Eine Rohrkamera-Inspektion ist der einfachste Weg, um Klarheit zu gewinnen. Sie zeigt den genauen Zustand der Leitung und hilft dabei zu entscheiden, ob eine partielle Sanierung ausreicht oder eine Langstreckensanierung notwendig ist. Wer zu lange wartet, riskiert, dass aus einem reparierbaren Rohrschaden ein aufwendiger und teurer Totalschaden wird.
So hilft Bodenbender bei der Sanierung deines Abwasserrohrs
Wir bei Bodenbender sind seit über 50 Jahren im Bereich der grabenlosen Rohr- und Kanalsanierung tätig und bieten als Systemanbieter alles, was für eine professionelle und dauerhafte Lösung gebraucht wird. Egal, ob du ein einzelnes Rohr punktuell reparieren oder eine längere Schadstrecke vollständig sanieren möchtest, wir haben das passende Verfahren und die zertifizierten Produkte dafür.
Was wir für dich bereitstellen:
- PL®-PointLiner für die partielle Sanierung einzelner Schadstellen, schnell und präzise
- PL®-Inliner für die Langstreckensanierung ganzer Rohrabschnitte ohne Aufgraben
- Airbagliner® als bewährtes System für grabenlose Rohrsanierung mit höchsten Qualitätsstandards
- Schulungen über die Relining Academy, damit Anwender sicher und effizient mit unseren Systemen arbeiten
- Individuelle Beratung und Begleitung vom ersten Befund bis zur fertigen Sanierung
Du fragst dich, welches Verfahren für dein Abwasserrohr das richtige ist oder wie lange die Sanierung bei dir dauern würde? Nimm jetzt Kontakt auf und lass dich von uns unverbindlich beraten.
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