PL®-Inliner System

Das PL®-Inliner System aus dem Hause Bodenbender ist ein Schlauchlining Verfahren zur Renovierung von schadhaften erdverlegten Abwasserleitungen.

Das System ist vom Deutschen Institut für Bautechnik unter der Nummer: Z-42.3-440 zertifiziert.

Anwendungsbereich:

Das PL®-Inliner System kann vom Nennweitenbereich DN 30 bis DN 400 angewendet werden. Zugelassen beim DIBt sind die Nennweiten von DN 100 bis DN 200. Saniert werden können erdverlegte Leitungen sowie Leitungen innerhalb der Gebäudestruktur. Es können alle gängigen Rohrmaterialien saniert werden. Das Combi-Tec® EP Harz verklebt mit dem Altrohr und ermöglicht so auch eine Abdichtung von wieder geöffneten Einläufen.

Die Systemgrenzen verschwimmen je nach Auswahl der Sanierungsmaterialien. Die Firma Bodenbender bietet ein Epoxidharzmaterial (Combi-Tec® EP) mit vier verschiedenen Härterversionen:

  • Combi-Tec® EP 30 (30 Min. Topfzeit)
  • Combi-Tec® EP 60 (60 Min. Topfzeit)
  • Combi-Tec® EP 90 (90 Min. Topfzeit)
  • Combi-Tec® EP 170 (170 Min. Topfzeit)

Dazu werden Nadelfilzschläuche angeboten, die alle Nennweiten, Dimensionssprünge und Bögen abdecken.

Komponenten:

2-Komponenten Epoxidharz in vier verschiedenen Topfzeiten:

  • Combi-Tec® EP 30
  • Combi-Tec® EP 60
  • Combi-Tec® EP 90
  • Combi-Tec® EP 170

Polyesternadelfilzschläuche:

  • PL®-FlexLiner
  • PL®-Flex 3D

Kalibrierschlauch:

  • SuperMediumFolie

Gerätschaften:

  • PL®-InversionsTrommel
  • PL®-EinwalkAnlage
  • PL®-ThermoBox
  • PL®-DampfBox

Zum reibungslosen Einbau werden weitere Werkzeuge und Materialien verwendet. Das Zusammenspiel aller Komponenten ermöglicht einen reibungslosen Ablauf der Sanierung.

Schematischer Ablauf einer PL®-Inliner Sanierung:

Beim PL®-Inliner System wird ein Trägerschlauch (PL®-FlexLiner oder PL®-Flex 3D) mit Combi-Tec® EP getränkt und mittels Inversions- oder Einzugsverfahren in den zu renovierenden Abwasserkanal zwischen zwei Schachtbauwerken eingebracht. Beim Inversionsverfahren wird mithilfe von Wasser- oder Luftdruck der getränkte Schlauch aus einer Druckkammer sozusagen “umgestülpt“. Dadurch kommt nichts außer dem zu sanierenden Rohr mit dem Kunstharz in Verbindung. Nach einer vorgegebenen Aushärtungszeit kann der Druck abgelassen werden und es hat sich ein Rohr in einem Rohr gebildet. In der nachfolgenden Grafik wird das Inversionsverfahren schematisch dargestellt.

Quelle: leicht verändert nach Deutsches Institut für Normung, 2011, S. 13

Der Vorteil dieser Technik gegenüber den geschlossenen Reparaturverfahren besteht darin, dass der PL®-Inliner ein selbst tragendes Gebilde ist, das so gesehen keine statische Tragfähigkeit des Altrohres benötigt. Außerdem wurde die Nutzungsdauer eines Schlauchliners auf 50 Jahre ausgelegt. Dennoch müssen durch die Sanierung mittels PL®-Inliner eventuell vorhandene Seiteneinläufe in Nacharbeit ausgefräst werden und in den meisten Fällen noch einmal separat repariert werden.

Besonderheiten:

Das PL®-Inliner System kann ohne Preliner eingebaut werden und mit dem Grundwasser in Berührung kommen. Beide Komponenten des Combi-Tec® EP sind vom Hygiene-Institut des Ruhrgebiets in Gelsenkirchen auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Im Gegensatz zu anderen Systemen, die mit Preliner verwendet werden sollten, verklebt das Material mit dem Altrohr und kann so auch nachträglich geöffnete Einläufe abdichten. Eine Hinterläufigkeit ist nicht mehr möglich.


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