InHouse Sanierung

Unter einer InHouse Sanierung versteht man die Sanierung schadhafter Abwassersysteme innerhalb von Gebäuden. Nach dem Deutschen Institut für Bautechnik wird die Sanierung innerhalb von Gebäuden wie folgt definiert:

Schlauchliner zur Sanierung schadhafter Entwässerungsleitungen innerhalb von Gebäuden

Anwendungsbereich:

Die Sanierung sieht die Renovierung der Entwässerungsleitungen bis zur Bodenplatte beziehungsweise bis außerhalb der Gebäudemauern vor. Hier existieren verschiedene Ansichtsweisen. Die Renovierung schließt die vertikalen Sammelleitungen sowie alle horizontalen Anschlussleitungen, sofern erreichbar, vor.

Ablauf:

Typischerweise wird zuerst die vertikale Sammelleitung saniert. Dazu wird im Vorfeld der Sanierung die Leitung mechanisch gereinigt. Für die mechanische Reinigung innerhalb von Gebäuden gibt es mittlerweile besondere Maschinen und Werkzeuge der Firma RENSSI, womit der Anwender in der Lage ist bereits korrodierte Gussrohre, anfällige Kunststoffrohre oder Faserzementrohre schonend zu reinigen. Der auf der Baustelle hergestellte und konfektionierte PL-Inliner wird dann entweder über die Dachentlüftung oder über eine passende Revisionsöffnung inversiert und im optimalen Fall mit der PL-Dampfbox ausgehärtet.

Nach erfolgter Aushärtung des Schlauchliners können die Seitenanschlüsse mit Hilfe der RENSSI Werkzeuge wieder geöffnet werden. Dazu müssen die Sanitärobjekte der Anwohner ausgebaut werden. Können die Sanitärobjekte nicht ausgebaut werden, müssen die horizontalen Anschlüsse mit alternativer Frästechnik von der Sammelleitung aus geöffnet werden.

Nun können die horizontalen Anschlussleitungen saniert werden. Diese werden von den Öffnungen der abmontierten Sanitärobjekte aus saniert. Mit speziellen Materialien und Geräten wie dem PL-miniFlex, 200er Aluminium Trommeln und PL-InlinerCap können auch komplexe Leitungen ab DN 30 saniert werden.

Der Wiederanschluss an die Sammelleitung kann wenn notwendig nun mit einer Anschlussmannschette, dem PL-PointHat, erledigt werden. Diese decken den Anschlussbereich von DN 50 bis DN 150 ab.

Nach der Sanierung können die Sanitärobjekte wieder angeschlossen werden und die Bewohner können diese wieder in Betrieb nehmen.

Besonderheiten:

Für die InHouse Sanierung sind spezielles Equipment, Material und Schulung der ausführenden Mitarbeiter unabdingbar.

Durch die hohen Wärmebelastungen Aufgrund des Abwassers muss sichergestellt sein, dass die Combi-Tec EP Harze in der Lage dazu sind, diese auch standzuhalten. Die Nadelfilzschläuche müssen Bogengängig sein und mehrere Überdehnungen aushalten.

Die Schlauchliner müssen aufgrund des Brandschutzes innerhalb von Gebäuden ein Brandverhalten von B2 für brennbare Stoffe nach DIN 4102-1 erreichen.

 


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